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Vlinderhof

Es war einmal … so könnte diese Geschichte über den Vlinderhof leicht beginnen. Oder vielleicht ist es besser, sie einfach eine spannende Geschichte aus einem Jungenbuch zu nennen.

Eine Holzbank steht neben einem gewundenen Pfad in einem üppigen Garten mit blühenden lila Blumen, hohen grünen Sträuchern und dichten Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

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Fest steht: Dank des Einsatzes einiger Menschen können wir heute so etwas wie den einzigen Werkgarten von Piet Oudolf in den Niederlanden genießen. Und das immerhin in seinem Heimatland!

Die Geschichte des Vlinderhofs

Der Vlinderhof begann als Traum von Marc Kikkert, einem begeisterten Gartenliebhaber, der fand, dass den Niederlanden ein öffentlicher Piet-Oudolf-Garten fehlte. Als Bewohner eines Neubaugebiets am Máximapark ließ er sich von Oudolfs Werk inspirieren. Oudolfs weltbekannte Gartenentwürfe verbinden Kultur und Natur auf einzigartige Weise.

Marc wusste, dass er im Máximapark etwas Besonderes schaffen wollte. Er trat in Gespräche mit der Gemeinde und mit Oudolf persönlich. Es war ein weiter Weg, aber mit viel Beharrlichkeit gelang es ihm, alle Beteiligten zu überzeugen. Die Gemeinde stimmte zu und gab im März 2013 eine Fläche von 5.000 m² für die Anlage des Gartens frei. Dies war der Beginn eines wunderbaren Projekts.

Die Geburt des Vlinderhofs

An der Umsetzung des Vlinderhofs waren mehrere Parteien beteiligt. Das renommierte Architekturbüro West 8, das für die Gestaltung des Máximaparks verantwortlich war, schloss sich dem Projekt an. Gemeinsam mit Piet Oudolf entwarf es einen Garten, der das Konzept eines „Hortus Conclusus“ aufgreift – ein abgeschlossener, umfriedeter Garten, wie er seit Jahrhunderten besteht.

Der fertige Entwurf trägt deutlich Oudolfs Handschrift, mit dem charakteristischen Einsatz von Ziergräsern und Stauden. Im Mai 2014 wurde der Garten offiziell eröffnet – ein Meilenstein, nicht nur für Marc und die Freiwilligen, sondern für alle am Projekt Beteiligten.

Vlinderhof

Einzigartige Merkmale

Der Vlinderhof ist ein glänzendes Beispiel für die Dutch Wave – jenen Gartenstil, der Piet Oudolf berühmt gemacht hat. Das Besondere an diesem Stil ist die Verwendung spätblühender Stauden in Kombination mit Ziergräsern. Der Garten ist so gestaltet, dass er das ganze Jahr hindurch natürlich wirkt. Zwar gibt es bereits im Frühling einiges zu sehen, doch richtig zum Leben erwacht er ab Juni, wenn die meisten Pflanzen zur Blüte kommen.

Die Rolle der Freiwilligen

Eines der bemerkenswertesten Aspekte des Vlinderhofs ist die zentrale Rolle der Freiwilligen bei der Pflege des Gartens. Nach der Anlage übernahmen dieselben Freiwilligen die tägliche Pflege. Das geht weit über das Jäten hinaus: Die Freiwilligen wägen jeden Eingriff sorgfältig ab, ob das Beschneiden von Pflanzen oder das Nachpflanzen neuer Arten. Sie arbeiten eng zusammen, um das Gleichgewicht des Gartens zu bewahren und ihn das ganze Jahr über in Bestform zu halten.

Die Herausforderungen sind zahlreich: Kaninchen, Fasane und Insekten richten mitunter Schäden an, und Unkraut wächst rasch nach. Dennoch arbeiten die Freiwilligen mit Begeisterung daran, den Garten in Topzustand zu halten.

Vlinderhof

Das Besuchererlebnis

Ein Besuch im Vlinderhof ist ein besonderes Erlebnis. Der Garten zeigt sich im Sommer und Herbst von seiner schönsten Seite, wenn Stauden und Gräser ihren Höhepunkt erreichen. Auch im Winter hat der Garten jedoch seinen Reiz: Die „Skelette“ der verblühten Pflanzen bleiben stehen und bilden ein eindrucksvolles Schauspiel aus Formen und Texturen.

Besucher können durch den Garten schlendern, die verschiedenen Pflanzen und Blüten bewundern und die versteckten Gartenpartien entdecken. Regelmäßig werden Führungen angeboten, bei denen Sie mehr über den Gedanken hinter der Gestaltung und die Arbeit der Freiwilligen erfahren.

Die Zukunft des Vlinderhofs

Der Vlinderhof ist ein Garten für die Zukunft. Die Pflanzen wachsen und entwickeln sich ständig weiter, und die Pflege bleibt notwendig, um den Garten lebendig zu halten. Der Einsatz der Freiwilligen ist dabei unverzichtbar, und das Projekt bietet der Gemeinschaft eine anhaltende Gelegenheit, gemeinsam an etwas Besonderem zu arbeiten.

Er ist ein glänzendes Beispiel dafür, was sich mit Leidenschaft, Beharrlichkeit und Zusammenarbeit erreichen lässt. Dank der Arbeit von Marc Kikkert, der Gemeinde, Piet Oudolf und den vielen Freiwilligen hat sich der Vlinderhof zu einem der schönsten öffentlichen Gärten in den Niederlanden entwickelt. Ein Besuch im Vlinderhof lohnt sich immer.

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