Die Geschichte der Villa Ephrussi de Rothschild beginnt 1895, als der belgische König Leopold II. hier ein Stück Land erwarb – den Grundstein dessen, was später als „Les Cèdres“ berühmt werden sollte, ein Anwesen, das für seine botanischen Gärten bekannt wurde. 1905 nahm die Geschichte eine überraschende Wendung, als Béatrice de Rothschild, aufgewachsen zwischen den klassischen Gärten des Château de Ferrières bei Paris, ein angrenzendes Grundstück erwarb.
Ein Traumstandort am Mittelmeer
Das Anwesen liegt am schmalsten Punkt der Halbinsel, genau zwischen Villefranche und Beaulieu. Diese strategische Lage eröffnet atemberaubende Ausblicke in alle Himmelsrichtungen. Hier ließ Béatrice ihr Traumhaus errichten – ein palazzino, wie sie es selbst liebevoll nannte. Sie arbeitete eng mit dem Architekten Aaron Messiah zusammen, dem französischen Partner des berühmten englischen Gartenarchitekten Harold Peto. Der Bau dauerte sieben Jahre, und das Ergebnis hieß anfangs Villa Île-de-France – benannt nach dem Ozeandampfer, auf dem Béatrice einst eine unvergessliche Überfahrt erlebt hatte.
Das Herzstück des Gartens
Die formalen Gärten bilden das pulsierende Herz des Anwesens. Sie wurden auf einem eingeebneten Felsen an der Südseite des Hauses angelegt und sind ein Meisterwerk aus Symmetrie und Eleganz. Das Zentrum bildet ein achteckiges Seerosenbecken, das über einen zierlichen Wasserkanal mit einer Wassertreppe verbunden ist. Diese Wasserelemente vereinen sich zu einer langgestreckten Achse, flankiert von:
- gepflegten Rasenflächen
- farbenfrohen Blumenbeeten
- stattlichen Palmen
- kunstvoll beschnittenen Zitrusbäumchen
Die Rotunde mit ihrem kuppelförmigen Dach, korinthischen Säulen und einer Venus-Statue ist dem Tempel der Liebe beim Petit Trianon in Versailles nachempfunden. Zusammen entfaltet sich ein harmonisches Wechselspiel aus Architektur und Natur.

Eine Weltreise durch die Gärten der Villa Ephrussi de Rothschild
Später kamen mehrere thematische Gärten hinzu, jeder mit einem eigenen Charakter:
- ein spanischer Garten mit einer eleganten Loggia
- ein italienischer Garten mit einer charakteristischen Podesttreppe
- ein japanischer Garten mit einem Tempel aus glasierter Keramik
Die Villa: ein Inbegriff erlesenen Geschmacks
Ein Besuch der Villa selbst ist ein Muss. Das Interieur ist stilvoll mit den schönsten französischen Möbeln, Gemälden und Ornamenten des 18. Jahrhunderts eingerichtet. Aus jedem Fenster eröffnet sich eine andere spektakuläre Aussicht auf die Gärten und das Mittelmeer – ein Beleg für die Sorgfalt, mit der diese Anlage durchdacht wurde. Das Ganze ist, wie Béatrices Cousine Miriam Rothschild treffend formulierte, „ein luftiges Schaumgebäck“ – ein perfekter Ausdruck des goût Rothschild.
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