Herausforderungen in der Landschaft
Die Landschaft von East Anglia lädt nicht gerade zum üppigen Gärtnern ein. Die Hügel sind teils rauen Winden ausgesetzt, und der Boden besteht weitgehend aus schwerem, schwer zu bearbeitendem Lehm. Als die Familie Robinson begann, war das Gelände zudem von Brombeeren, Holunder und Brennnesseln überwuchert. Als ob das nicht reichte, wurden Teile des Bodens als Ablageplatz für alte Baumstämme und Bauschutt genutzt.

Von der Wildnis zum Paradies von Hyde Hall
Diese schwierigen Bedingungen hielten das Ehepaar nicht auf. Im Gegenteil – sie nahmen den Kampf auf. Über die Jahre hinweg legten sie verschiedenste botanische Sammlungen an. Sie schufen den berühmten Dry Garden, gestalteten zahlreiche Staudenrabatten und gruben Teiche, die zugleich als Wasserreservoirs dienten. Auch ein stattlicher Gemüsegarten gehörte zum Plan. Das Ziel war klar: anderen Gartenliebhabern zu zeigen, was selbst auf diesem zähen Lehmboden möglich ist.

Übergabe an die RHS
Um den Fortbestand des Gartens zu sichern, gründete das Ehepaar 1976 den Hyde Hall Garden Trust. 1993 entschloss es sich schließlich, sein Lebenswerk der Royal Horticultural Society (RHS) zu vermachen. Innerhalb von Hyde Hall ist eine Reihe vielfältiger Gartenbereiche entstanden. Diese Konzeption und die Qualität der Sammlungen sorgen dafür, dass sich der Garten nahtlos in die übrigen RHS-Gärten einfügt.

Eine persönliche Erinnerung
Garden Tours hat eine besondere Verbindung zu diesem Garten. In der Vergangenheit besuchten wir Hyde Hall häufig mit Reisegruppen und lernten die Eigentümer gut kennen. Bei einem dieser Besuche fragten die Robinsons, ob wir die Seerose ‚Gladstone‘ aus den Niederlanden mitbringen könnten, da ihre eigenen Exemplare erfroren waren. Das wurde organisiert. Zur Belustigung der Mitreisenden haben wir die Seerosen damals mit einem Schlauchboot, gemeinsam mit dem Eigentümer, vor Ort eingepflanzt. Nach diesem Erfolg kam die Bitte, ob wir von nahezu allen Sorten aus dem hinterlassenen Katalog drei Pflanzen liefern könnten. Auf der nächsten Reise fuhren wir also mit dem Bus voller riesiger Kartons nach England. Jahre später, als der Garten bereits Eigentum der RHS war, ließ sich in der Zeitschrift „The Garden“ lesen, dass alle Sammlungen bestimmt worden waren – mit Ausnahme der einzigartigen Seerosen. Darunter befanden sich nämlich Sorten, die man in England nicht kannte. Ein guter Anlass, ihnen doch noch eine Nachricht mit den richtigen Namen zu schicken.

Hyde Hall mit Garden Tours besuchen
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