Kiftsgate Court ist allerdings kein National Trust-Garten, sondern nach wie vor in Privatbesitz – in den Händen mehrerer Generationen derselben Familie. Regelmäßige Kontakte zwischen Lawrence Johnston, dem Gestalter von Hidcote Manor, und Mrs. Muir, der Besitzerin von Kiftsgate Court, führten ohne Zweifel zu einem lebhaften gegenseitigen Austausch von Ratschlägen. So ist bekannt, dass Johnston Mrs. Muir bei ihren Gartenarbeiten mit Rat und Tat zur Seite stand. Mrs. Binney, die Tochter von Mrs. Muir, erzählte allerdings jedem, der es hören wollte, dass gerade ihre Mutter Johnston beraten habe. Die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen …
Die Rosen von Kiftsgate Court
Kiftsgate Court verfügt über eine dramatische Lage, verstärkt durch deutlich ausgeprägte Höhenunterschiede. So eröffnen sich wunderbare Blickachsen, die weit über die wellige Landschaft der Cotswolds reichen. Die Front des prachtvollen Manor House – das derzeit wegen Baufälligkeit nicht mehr bewohnt wird – wirkt nahezu wie ein Tempel. Hohe Säulen aus Cotswolds Stone verleihen dem Haus eine gewisse Grandeur. Die Verbindung aus dieser Kulisse, der reizvollen Landschaft und der noch schöneren Bepflanzung ergibt eine äußerst gelungene Komposition, die kaum zu übertreffen ist. Wie Mrs. Binney wurden auch die Rosen zu alt. Ihre Tochter, Mrs. Chambers, übernahm daraufhin den Staffelstab, und die Rosen wurden neu veredelt. Diese Rosen bilden heute ein unübertreffliches Gesamtbild. Kletterrosen und alte Rosen erreichen in voller Blüte – in Kombination mit anderen Sträuchern und Stauden – ein geradezu außergewöhnliches Niveau. Beachten Sie auch die alte Rose, die hier als Hecke verwendet wird: Rosa mundi zeigt sämtliche denkbaren Farbkombinationen zwischen Rosa und Weiß. Und natürlich dürfen wir die Rose nicht vergessen, die den Namen des Anwesens trägt und zugleich als größte und wuchsstärkste Rose Englands – und damit der Welt – gilt! Rosa Kiftsgate wächst hier in den angrenzenden Gehölzen und bildet Blütendolden von mehr als einem halben Meter Durchmesser. Einen besonderen Kontrast bildet auch der moderne Garten, der an die Stelle des einst bemoosten Tennisplatzes getreten ist.










